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IRIR

Internationales Forschungsinstitut für Reproduktionsmedizin und -biologie

Die zunehmende Bevölkerungsdichte in den Entwicklungsländern und die damit verbundene Verschlechterung der Lebensbedingungen der Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika werden der Öffentlichkeit in den industrialisierten Ländern zunehmend bewusster, Siehe Migrationen. Alle Anstrengungen der Regierungen der betroffenen Länder, den Lebensstandard ihrer Bevölkerungen zu verbessern, sind die Folge der hohen Fruchtbarkeit und der wachsenden durchschnittlichen Lebenserwartung bisher vergeblich gewesen. Die industrialisierten Länder sind, ähnlich wie die Entwicklungsländer, dem Problem zunehmender Umweltschäden und Auslöschung zahlreicher Arten des globalen Lebens, als Folge des schnellen Wachstums regionaler humaner Bevölkerungen betroffen.

Die Bevölkerung in bestimmten Entwicklungsländern wächst ungefähr doppelt so schnell wie ihre Wirtschaft. Deshalb hat eine zunehmende Zahl von Regierungen ihre Meinung geändert und verfolgt eine aktive Politik der Familienplanung mit dem Ziel, das Bevölkerungswachstum zu bremsen und langfristig zu stabilisieren. Wenn man die Möglichkeiten der Familienplanung im gegenwärtigen Stadium betrachtet, wird es offensichtlich, dass die vorhandenen Methoden zur Regulation der Fruchtbarkeit des Menschen in vielen Ländern nicht effektiv genutzt oder aus verschiedenen Gründen nicht angewandt werden.
Die ungewollte Unfruchtbarkeit wird sowohl in den Gesellschaften der Entwicklungsländer als auch der industrialisierten Länder als persönliches Unglück betrachtet und vielerlei Bemühungen haben das Ziel, Störungen der Fruchtbarkeit zu beheben. Auf der anderen Seite ist in der derzeitigen Situation das Individuum in einer Gesellschaft verpflichtet, die Zahl seiner Nachkommen zu begrenzen. Diese Begrenzung der Familie bildet die unabdingbare Voraussetzung dafür, sowohl die Lebensqualität des Einzelnen als auch das Überleben der Menschheit zu sichern: die Nahrungsmittelproduktion ist nur bis zu einer gewissen Grenze möglich, die bebaubare Ackerfläche lässt sich nicht beliebig vermehren. Hinzu kommt, dass die fossilen Energievorräte in nicht allzu ferner Zukunft verbraucht sein werden. Neue Technologien verschaffen uns bei weiterem, raschem Bevölkerungswachstum nur vorübergehende Entlastungen.

In den Entwicklungsländern ist sich die Bevölkerung des hohen Lebensstandards bewusst, dessen sich die Menschen in den industrialisierten Ländern erfreuen. Dieses Bewusstseins. zusammen mit der zunehmenden Unfähigkeit minimalste Lebensbedürfnisse zu erfüllen, führt zu Unzufriedenheit, zu wirtschaftlichen Spannungen bis hin zu Konflikten, z.B. um Wasser auf internationaler Ebene und zum Versuch vieler Menschen ihr Heimatland zu verlassen. Dies kann zu lokalen oder internationalen Konflikten mit katastrophalen Folgen für die gesamte Menschheit führen. Die zurzeit tätigen Friedensbewegungen würdigen das rasche Bevölkerungswachstum al Hauptursache für die Bedrohung des Frieden unzureichend.