Wachstum der Menschheit nach der neolithischen Revolution.

In einem frühen Epos der Menschheit, dem sogenannten Gilgamesch Epos, dargestellt in Keilschrift auf in Mesopotamien gefundenen Tontafeln, antwortet Gilgamesch dem Fährmann, der ihn zu der Insel der Seligen bringen soll,  auf dessen Frage nach den Menschen: „Sie pflanzen sich wie die Karnickel fort“.  Wir haben hier einen  Hinweis auf die heutige Situation der exponentiell wachsenden Menschheit.

Geschätzt 1 bis 10 Millionen Menschen bewohnten um 10 000 Jahre vor Christus die Erde (U. S. Census Office 2011)

Zurzeit Christi betrug die in weiten Teilen sesshaftere Menschheit ca. 200 bis 250 Millionen Menschen.

Erhebliche Schwankungen fanden statt im ersten christlichen Jahrtausend statt, um im Zeitraum von 1000 bis 1340 global auf geschätzt 440 Mio. Menschen anzuwachsen. Nach einem erheblichen Rückgang lebten um 1650 rund 600, um 1800  950 Millionen, um 1900 1,65 und um 1950 2,5 Milliarden Menschen auf der Erde. Andreas Weigl: Bevölkerungsgeschichte Europa, Böhlau Verlag

Im Jahre 1934 betrug die humane Bevölkerung ca. 2 Milliarden. In dem Zeitraum eines Lebens, der Verfasser ist 82 Jahre alt, hat sich die  Erdbevölkerung trotz zweier mörderischer Weltkriege, auf nun 7,5 Milliarden Menschen, nahezu vervierfacht.

Nach Erscheinen des Buches „The Population Bomb“ von Paul Ehrlich, Stanford University wurde u.a. der Population Council in den  USA  und der UNFPA, United Nation Fund for Population Activities etabliert.
Weltweit wurden Programme der Familienplanung eingerichtet. Die Peoples  Republic of China, mit derzeit ca. 1,4 Milliarden Menschen, hatte schon längst eine rigorose „Einkind“ Politik in den Gebieten hoher Bevölkerungsdichte durchgesetzt, nachdem wegen vorausgegangenen Missernten mehr als 40 Mio. Menschen verhungert waren. Zitat Mao: Wäre die „Einkind“ Politik früher eingerichtet worden, wäre dem chinesischen Volk viel Ärger erspart geblieben“. Indien hat  die Bevölkerungszahl von 1,2 Milliarden Menschen  überschritten. Eine entsprechende Antwort der Politik ist dort nicht in Sicht.

Derzeit verbreitet sich global, außer in der PR China, eine merkantilistisch orientierte Bevölkerungspolitik, wonach mehr Menschen mehr Reichtum bedeuten und damit in einiger Zeit das exponentielle Bevölkerungswachstum von selbst zurückgehen soll.

Die Auswirkungen des raschen Wachstums der humanen Erdbevölkerungen sind: Zunahme  bewaffneter Konflikte bis hin zum Völkermord und  Unregierbarkeit von Nationen, Klimawandel, Artensterben, Wassermangel, Waldsterben, Versteppung

Umfassende Sozialstudien bewiesen, dass Frauen durchschnittlich nicht so viele Kinder wollen, wie sie von ihren männlichen Partnern und fundamentalistischen Religionen befürwortet und durchgesetzt wurden und weiterhin werden. Zum Beispiel in Afrika wollen Frauen in  Gegenwart ihres Mannes bis zu acht Kinder und nur 4 Kinder, wenn kein  Ehepartner  in der Nähe war.

Das  Bewußtsein über die  Methoden für größere Abstände zwischen den Geburten/Familienplanung ist weltweit mangelhaft.

Eine Beschränkung des immer noch rapiden humanen Bevölkerungs-wachstum in Erdteilen wie Asien und Afrika ist nur möglich mit LARC, Long Acting Reversibel Contraceptives und deren Anwendung durch einen großen Anteil  von Frauen im hoch fruchtbaren Alter zwischen 18 und 28 Jahren. Diese Frauen können in Abständen von 1 bis zwei Jahren erneut schwanger werden und gebären. Bildung und ein relativ spätes Heiratsalter sind wichtige begleitende Maßnahmen.