Klinische Forschung und Prävention: Wie Südafrika HIV die Stirn bietet

Nicht obwohl, sondern weil es in Südafrika die meisten HIV-Infizierten weltweit gibt, ist das Land inzwischen führend in Sachen Prävention. Es hat nach Jahren der Verdrängung die Kehrtwende in der Aidspolitik geschafft.

Viel Wellblech, viel Abfall, in Plastiktüten oder lose, Kleider auf der Leine, Kinder auf der Straße, Frauen füllen Trinkwasserkanister an schmutzigen, kniehohen Wasserhähnen auf, zerfledderte Möbel und Toilettenhäuschen aus Beton reihen sich am Rand der Fahrwege aneinander – wir befinden uns auf dem Weg in eines der „high density settlements“ von Südafrika. Es geht nach Crossroads, ein als gefährlich eingestuftes Township am Rande von Kapstadt.

So trostlos der Eindruck, so hoffnungsvoll das Zeichen, das das Forschungszentrum Emavundleni am Ziel unserer Reise dagegensetzt: Der helle Anstrich hebt sich vom Schmutz der Umgebung ab, die gepflegten Räumlichkeiten signalisieren bereits im Eingangsbereich ein nüchtern-effizientes, aber freundliches Willkommen. Und genauso wird die Handvoll Medizinjournalisten, die im Rahmen einer Reise der Wissenschaftspressekonferenz Leuchttürme der südafrikanischen HIV-Forschung besuchen, auch empfangen. Prof. Dr. Linda Gail-Bekker und Dr. Surita Roux strahlen Kompetenz und Herzlichkeit aus.

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